(eine Mitschrift folgt)
Tagesordnung:
1. Begrüßung / Rederegeln / Berichte
2. Input: Forderungen HU-weit
3. a) Input: Warum sind wir so wenige?
b) Input: Bildungsstreik mit allen und für alle! Neue Ideen zur Mobilisierung
4. Gespräch mit Markschies
5. Rückblick auf Diskussion von 3. / Weitere Diskussion
6. Sonstiges
1. Berichte
* FU: 100 Mensa-Streikende, VV in Mensa à Warnstreik
* Lara gibt motivierenden Input, Verweise auf AS (8.12.) und KMK (10.12.)
* Bericht aus der Charité:
* Bibliothek der Charité seit gestern 18 Uhr besetzt!
* Forderungen: mehr Geld für Bildung (1 Mio. mehr für Bibliothek), soziale Durchlässigkeit, mehr Mitbestimmung, gegen Verschulung und Modularisierung
* morgen: Charité VV im Friedrich-Kopsch-Hörsaal, Philipstraße 12 um 16 Uhr
2 . Uni-weite Forderungen – AG Forderungen intern
* Vorstellung der Forderungen (Tatsächliche Überarbeitung der BA/MA-Ordnungen mit 5 Unterpunkten, Abschaffung von Anwesenheitslisten, Keine Prüfungsordnungen mit Funktionsstörungsattesten)
* Anmerkung: es fehlen die Forderungen u.a. zur Demokratisierung der Hochschule
à soll nicht an Diskussion mit Markschies hindern
* Antrag: Forderung nach umfassender Demokratisierung der Hochschule durch Viertelparität als Punkt 1.1 einzufügen
à deutliche Mehrheit
* Antrag: Ergänzung des ersten Satzes 1.1 (neu: 1.2): Möglichkeit der Verlängerung der Regelstudienzeit des Bachelors auf 8 Semester ohne Kürzung der Regelstudienzeit des Masters à deutliche Mehrheit
- Gesamtabstimmung über die Forderung 2.1
à deutliche Mehrheit
* Für die weitere Forderungen: Verweis aufs Wiki (www.10099.de)
3.a) Warum sind wir so wenige? Input Benedikt
* wir sind wenige in der Besetzung und deren Plena und könnten mit mehr Leuten viel mehr machen! Termine: AS und KMK
* Vernetzung, Diskussionen, Aktionen hier oder anderswo
* einige Ideen dazu warum wir so wenige sind:
* zu wenig Zeit
* kein Bock
* Abschreckung von der Besetzung
* zu wenig Infos über Besetzung und Streik
* abschreckende ästhetische Gestaltung der Besetzung, der VV, der Plena
* fehlender Glaube an Relevanz
* zentrale Anlaufstelle fehlt,
à für wenige ein Problem
* AG-Gender: unzufrieden weil sich zentrale Forderungen nur auf die Interessen der bereits Studierenden beziehen, nicht gegen Ausschluss und Diskriminierung. Das führt dazu, dass sich nur wenige und nur Privilegierte angesprochen fühlen
à für einige ein Problem
* Positiver Input: Es ist nicht so schwer hier zu leben, es müssten nur mehr sein: Besetzung als (kurzer Teil) der Lebensführung
* Input von Mensch der sich bisher nicht her getraut hat: es ist zu verengt auf BA/MA
à größeres Problem
* Leute mitbringen: Schneeballsystem
* Besetzung als Grund gegen Beteiligung
à für wenige eine Problem
* Ästhetik als Problem
à scheint Problem gewesen zu sein
3.b) Wie sprechen wir die breite Masse der Studierenden an? Felix
* Unterschriftenaktion für die Forderungen an den AS
* Infoposten (Konzept über Win) à Orte für Diskussionen, Gespräche und Erklärungen, Bildungsstreik thematisieren / in der Stadt verteilt
* Dozent_innen einbinden
à Veranstaltungsplan für große VL
à in den Seminaren um wenige Minuten für Inputs bitten
* Institutsstellwände à Leute mit kurzen Infos an den Instituten „abholen“
à Wir brauchen Leute, die die Stellwände aufstellen (Material auf dem Wiki auszudrucken! www.10099.de)
Diskussion
* Beleidigungen, unkonkrete Forderungen etc auf Berliner Bildungsstreik-Homepage
* 08.12.: Akademischer Senat & 10.12. Kultusminister-Konferenz in Bonn: bundesweites Bündnis, Busse etc.
à Mobilisierungs- und Vernetzungstreffen + Plakate am Ausgang des Audimax
- Antrag: Verhandlungen nur auf der Basis der Zusage für einen festen, permanenten,
ausreichend großen Raum mit freiem Zugang (Schlüssel) für die weitere Protestarbeit
à angenommen mit wenigen Enthaltungen und einigen Nein-Stimmen
4. Gespräch mit Markschies
Statement von Markschies:
* Jede_r von der/m ein Funktionsstörungsattest gefordert wird soll sich direkt bei Herrn Markschies melden
* Anwesenheitslisten
o in VL nicht gewollt
o in einzelnen LV habe es Listen schon immer gegeben
+ alle Liste abzuschaffen nicht sinnvoll (Beispiel: Beleg für BAföG-Amt)
+ Ausweitung der Listen ist falsch, M. wird sich dagegen einsetzen
Fragerunde
* Zur Stellungnahme zum Polizeieinsatz: Warum durften am 11. November Studierende mit Lebensmitteln das Audimax nicht betreten? Zeichnen Schokolade und Getränke Mitglieder des Schwarzen Block aus (die möglicherweise die Ausstellung im Foyer hätten zerstören können)?
* Was hat M. in seiner Präsidentschaft gegen die Probleme der Studierenden getan?
+ „Kampf“ in der Hochschulrektorenkonferenz
+ Mittwoch in Leipzig (HRK) Statement zu Akkreditierungsagenturen
+ seit Amtsantritt Arbeit an Überarbeitung von Bologna à schlechte Maßnahmen zur Workload-Reduktion?
+ europäische Verabredungen durch KMK runter gebrochen
+ Ziel nicht zusätzliche Belastungen entstehen zu lassen
+ Selbstbild: nicht als politischer Gegner der Studierenden
* Vergleich mit eigener Studienzeit? Verhalten zum Wort „Revolution“!
+ Diskussion bei Bedarf jederzeit, Zusammenarbeit bei Unterstützung der Forderungen
* Was tut M. für einen offeneren Zugang zur Uni?
+ mehrfach eingesetzt für Schülerarbeit mit „Migrantenkindern“
à Schwerpunkt seiner Arbeit
* Statement zur Teilnahme an regelmäßiger Lecture „Was ist Bildung?“
* Statement zu Plänen der schwarz-gelben Regierung
+ dezidiert gegen Gesamtumstellung auf Begabtenförderung
* Barrierefreiheit in der UB
+ elektronisches Blindenleitsystem mit Hr. Graupner (Schwerbehinderten-Beauftragter) abgesegnet à will M. prüfen
* Problem der Unsicherheit zum Masterzugang
+ Frage der Balance, so viel wie möglich an Unsicherheit aus dem Studium nehmen
+ nicht mehr Bachelorplätze möglich, sonst Kürzung der Masterplätze à gemeinsamer Kampf gegen die Politik
- Kinderbetreuung
+ Kinderbetreuungsangebote in Adlershof sollen verbessert werden
o Ausbau der Kinderbetreuung auch an Wochenenden und Abends
--- Pause ---
Antrag auf Redezeitbeschränkung (2 Min) à 19 Pro/20 Contra: abgelehnt
5. Kommentare zum Gespräch mit Markschies
* Viel gesagt, nix ist zu erwarten à das muss nach außen kommuniziert werden
* Ausbuhen ist stillos, nicht hilfreich
o aber: Markschies legt in den Gremien eine sehr schlechte Gesprächskultur an den Tag
* man hätte vor dem Gespräch klarmachen sollen, dass vieles seit Jahren im AS ergebnislos beantragt besprochen wird à vielen Studierenden (u.a. Erstis) war das vermutlich nicht klar
* Vergleich mit osteuropäischen Staaten à man hat in Deutschland schon gute Studienbedingungen
6. Wie geht es weiter?
* wir sind nicht so viele, aber auch nicht so wenige, große positive Resonanz
* GEW: wir werden sehr stark wahrgenommen
* Bericht aus Tübingen: durch Besetzung von Hauptverkehrsstraßen Diskussionen erreicht
* Lob für Infrastruktur, ein Student hat jetzt nach zwei Wochen Lust bekommen mitzuarbeiten,
o vielleicht geht es auch anderen so?
* Bitte um Mobilisierung über persönliche Kontakte
* Forderungen locker durchsetzbar – Gremienarbeit! Situation könnte nicht besser sein. Gesellschaftskritik, Systemfrage
* würdig zurückziehen, zu wenig Leute
* gegen zurückziehen, nicht Markschies nachgeben – auch wenn es jetzt schwierig ist! Weiter rausgehen! Weiter mobilisieren!
* Wie können wir eine Form schaffen, in der Leute mitarbeiten können?
* Beispiel: politischer Veranstaltungsplan an der FU (siehe: http://wiki.studieren-ohne-kohle.de/Hauptseite )
o Auseinandersetzung mit der KMK wichtig
* Vorschlag neue Form, z.B. regelmäßige Treffen in einem festen Raum
* Es ist symbolisch wichtig, das Audimax als Raum zu halten!
* Strukturen sind zur Zeit noch zu schwach, um Verlassen des Raumes zu überleben
* Werbung zu Spontanaktionen ist wichtig und erfolgreich
* für viele Menschen beginnt jetzt durch den konstanten Störfaktor Audimax erst die Politisierung über die Institute vielleicht auch bald ins Plenum rein
* Strukturen, die das „Leben“ im Audimax erträglicher machen sind nötig (Nachtruhe, klare einkaufs- und Kochabsprachen)
* Studierende brauchen Zeit um den Weg ins Audimax zu finden
* Gremienarbeit in Instituten und Fakultäten ist wichtig, aber das Audimax ist uni-weit und artikuliert Forderungen an verschiede Ebenen
* strukturelle Änderungen sind nötig
o konkrete Ziele, inhaltliche Vorbereitungen für den AS
o KMK-Vorbereitungen
o wie gestalten wir die Arbeit so, dass möglichst viele mitmachen können?
* Einstiegsmöglichkeiten auch für Neuanfänger_innen und politisch Anderesdenkende!
o z.B. AG für Neueinsteiger_innen (wöchentlich stellen sich dort die AGs vor)
* seriöse Wirkung nach Außen (z.B. kein Alkohol in den Plena)
* wir sind nicht relevant weniger geworden, sondern die Zahlen schwanken
o wir sind zu wenig, aber wir werden nicht weniger
o den Raum abgeben hieße aufgeben!
* Mobilisierung bedarf motivierter Personen
* es gibt mehr Unterstützer_innen als man denkt
* Unterschriftenliste ist wichtig, gerade für Personen, die aus Zeitgründen nicht aktiv teilnehmen können
* Öffentlichkeits-Referat einbeziehen
* Stellwände für die Institure sind super
* wir haben bereits viel erreicht: Druck in der Öffentlichkeit, Markschies musste Stellung
* nehmen, Freiraum, Mobilisierung
o Montag, 16 Uhr: AG Vorbereitung KMK
o es sollten sich Gruppen finden zur AS-Vorbereitung, zur internen Struktur
o Freitag, 16.30 Uhr: Start-Up AG-Besetzer_innen (über-)leben
* Antrag jetzt Verhandlungen mit Markschies aufzunehmen
o per übergeordnetem Geschäftsordnungs-Antrag abgelehnt
6. Nächste Vollversammlung
* Termin: Montag, 07.12. (Tag vor dem AS) à Orgateam?
* AG-Gruppe ziviler Ungehorsam (von der FU) hat Montag vor dem Audimax um 20 Uhr ihr erstes Treffen
* Suche nach neuer Präsidentin eröffnet! Markschies hört auf.
ENDE DER VV. Um 21.10 Uhr übrigens.
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