In einem Atrikel von Tageszeitung "Der Gipfel könnte an Studierenden und Schülern scheitern - Mehr Zeit zum Nachdenken" vom 18.2.1020 ist sehr interesanter Hinweis für Bildungsstreik 2010 von Peter Grottia, von 1979 bis 2007 Professor für Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut (OSI) der Freien Universität Berlin, zu lesen. Seinen Beitrag hat er gemeinsam mit den Studenten Jörg Rostek (Universität Münster) und Michael Kolain (Universität Heidelberg) verfasst.
Der angesetzte Bildungsgipfel könnte aber auch an den Studierenden und SchülerInnen scheitern. Die SchülerInnen haben bislang nur einen mageren Katalog mit wenig konkreten Forderungen vorgelegt. Und die Studierenden können ihre Kritik am Bologna-Prozess, dem Bachelor- und Master-System und der sozialen Selektion an den Hochschulen zwar gut formulieren, aber nur in Ansätzen Alternativen aufzeigen. Studierende und SchülerInnen sollten sich deshalb gut auf den Bildungsgipfel vorbereiten, um dort auf Augenhöhe zu verhandeln....
......Wichtig ist auch, dass ein solcher Gipfel eine besondere Transparenz benötigt. Das klassische Verfahren, nachdem eine kleine Delegation von SchülerInnen und Studierenden hinter verschlossenen Türen mit den Ministern verhandelt, taugt dazu nicht. Beide Seiten sollten sich einer sehr interessierten Öffentlichkeit stellen: Warum nicht vor großem Publikum verhandeln, möglicherweise in einer gut besuchten O2-World und mit einer LiveÜbertragung auf Phoenix? Keine Angst, da würden weder Tomaten noch Stinkbomben fliegen. Eher schon dürfte es ein mäuschenstilles Auditorium geben, das den Verhandlungen aufmerksam folgt und dabei mehr als anderswo über Politik und Demokratie lernt. Das wäre demokratische Transparenz.
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