Wann und Wo? um 14 Uhr. Startpunkt: Hermannplatz
Seit Mitte Dezember kämpfen 12.000 Beschäftigte des staatlichen türkischen Tabakmonopols Tekel gegen ihre Entlassung aufgrund vorangegangener Privatisierungen. Die islamisch-konservative AKP-Regierung bietet den Betroffenen lediglich den sogenannten 4C-Status mit drastischen Lohneinbußen, ohne Kündigungsschutz und ohne Recht auf Gewerkschaftsmitgliedschaft an. Die Arbeiter nennen 4C ein Versklavungsgesetz und fordern echte Arbeitsplätze ohne Lohnverlust.
Längst ist der Tekel-Streik in der Türkei zu einem Fokus für alle unter der neoliberalen Regierungspolitik leidenden Menschen geworden. Anfang Februar gab es einen landesweiten Solidaritätsstreik. Und am vergangenen Wochenende besuchten 30.000 Arbeiterinnen und Arbeiter aus dem ganzen Land die rund um die Gewerkschaftszentrale in Ankara campierenden Tekel-Beschäftigten, um ihnen ihre Solidarität zu beweisen.
Erdogan! Schluss mit den Drohungen! Hände weg vom Streikcamp!
Der türkische Ministerpräsident Erdogan nennt die Proteste der Tekel-Arbeiter illegal. Offen hat er die polizeiliche Räumung des Protestcamps in der Innenstadt von Ankara zu Monatsende angekündigt. Dass dies keine leeren Drohungen sind, hat die Regierung bereits zu Beginn des Arbeitskampfes beweisen, als die Polizei mit Knüppeln, Tränengas und Wasserwerfer die Tekel-Beschäftigten angriff, die für Arbeit und Brot demonstrierten.
Lassen wir die Tekel-Arbeiter und Arbeiterinnen jetzt nicht allein! Ihr Kampf ist ein Teil unseres gemeinsamen Kampfes gegen Neoliberalismus, Privatisierungen und Massenentlassungen und für ein gutes und würdiges Leben mit Zukunftsperspektiven.
ES LEBE UNSER TEKEL-WIDERSTAND! ES LEBE DIE KLASSENSOLIDARITÄT!
Sonntag 28. Februar 14 Uhr: Demonstration vom Hermannplatz zum Kottbusser Tor
Organisiert vom Solidaritätskomitee mit TEKEL-Arbeitern-Berlin.
Quelle: http://labournet.de/internationales/tr/tekel_demo280210.html
Es ist weltweit ein Kampf, während in Detshcland viele Hartz-IV-Empfänger schon zu schwach sind sich zu organisieren, einige Studenten wohl die Notwendigkeit nicht sehen und vom System nach wie vor profitieren, werden die letzten echten Arbeiterverbände zerschlagen. Eingutes Beispiel ist dabei die FAU, welche mit einem Gewerkschaftsverbot kämpft und seitdem aber erst vielen Menschen bekannt ist. Kampf um das Recht auf Arbeit aber keine Pflicht auf Arbeit und Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich.
http://www.fau.org/ortsgruppen/berlin
Video zu den Kämpfen in der Türkei: http://www.youtube.com/watch?v=oofWKsfjkSY
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One Comment
1 Seppi wrote:
http://www.demowatch.de/events